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    Local Newspaper Interview (sorry, live in middle Europe

    Marvin zum Beispiel. Nachdem Jürg Maier ihm das passende Kommando gegeben hat, streckt Marvin die Hand aus, neigt den Kopf in Richtung seines Gesprächspartners und sagt mit monotoner Stimme: „Ich bin glücklich einem Menschen die Hand geben zu können.“ Marvin ist ein lebensgroßer humanoider Roboter und der Grund, warum sich der Schweizer Jürg Maier bei der Firma Multec einen 3D-Drucker gekauft hat. „Als ich das Roboter-Projekt des französischen Designers Gael Langevin gesehen hab, war mir klar: Den will ich haben“, erzählt Maier. Der Franzose hatte die Baupläne des Roboters frei verfügbar ins Internet gestellt; Maier musste sie nur noch ausdrucken. Jede Schraube, jedes Zahnrad in Marvin stammt aus Maiers Multec-Drucker, der kaum größer ist als eine Kaffeemaschine. Mithilfe von 29 Motoren kann Marvin jetzt seine Arme und seinen Kopf bewegen, außerdem reagiert er auf Sprachbefehle und merkt sich dank Kamera und Mikrofon Gesichter und Namen. „Der 3D-Druck macht ja nur ein Teil der Produktion aus. Anschließend muss man die Einzelteile zusammenbauen und verkabeln – auch reparieren muss man den Roboter immer wieder“, erklärt Maier. Für den Laien kaum machbar. Hinzu kommt, dass sich mit den günstigen Druckern für den Heimgebrauch noch keine Metalle verarbeiten oder diese gar mit Kunststoff kombinieren lassen. Auch die Druck-Qualität ist bei sogenannten Filament-Druckern zwischen 200 und 2000 Euro immer noch recht mäßig; komplexe Ausdrucke gelingen oft nicht auf Anhieb. Und bis die Düse, eine Art Heißklebepistole, den verflüssigten Plastikdraht (Filament) Schicht für Schicht aufgetragen hat, vergehen selbst bei einer Handyhülle mehrere Stunden. Größere Objekte wie Roboter Marvin müssen von Hand zusammengeklebt oder -gesteckt werden.